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Rishi Vishwamitra "der heilige Seher"

Rishi Vishwamitra ist eine der eindrucksvollsten Gestalten der hinduistischen Überlieferung und steht für radikale innere Wandlung.

Ursprünglich ein König, gab er Macht und Besitz auf, um durch strenge Askese und unermüdliche Disziplin spirituelle Vollkommenheit zu erlangen. Sein Lebensweg zeigt den Übergang von weltlicher Herrschaft zu geistiger Autorität.

In den Epen erscheint Vishwamitra als Lehrer und Beschützer von Rama und Lakshmana, die er in die Geheimnisse von Waffen, Mantras und Dharma einweist. Er ist zugleich fordernd und richtungsweisend, ein Weiser, der durch eigene Erfahrung lehrt, nicht durch bloße Worte.

Vishwamitra verkörpert die Kraft des Willens und die Möglichkeit, das eigene Schicksal durch innere Arbeit grundlegend zu verändern. Seine Gestalt steht für Entschlossenheit, spirituelle Ambition und die Überzeugung, dass Erkenntnis nicht angeboren ist, sondern errungen wird.

Rishi Vishvamitra – vom König zum großen Weisen

Vishwamitra war einer der sieben Rishis. Er wurde als Kshatriya geboren, welcher aufgrund seiner intensiven Meditationen als Brahmane akzeptiert wurde. Er hatte eine sehr wichtige Stellung in der Rig Veda eingenommen und er wird in Verbindung gebracht mit dem berühmten Gayatri Mantra.

 

Die Unstimmigkeiten zwischen Vishwamitra und Vashishta werden in den Puranas erzählt. Vishwamitra ging in denAshram von Vashishta. Er wurde königlich behandelt und jeglicher Wunsch von ihm wurde erfüllt. Trotzdem wollte er die Kuh Kamadhenu von Vashistha, welche alle materiellen Wünsche erfüllen konnte. Er versuchte sie durch alle Schätze in Versuchung zu führen, aber sie lehnte seine Gesellschaft ab. Er versuchte sie mit Gewalt mit seinen Soldaten an sich zu nehmen, aber sie zauberte mehr Soldaten herbei. Vashistha betrat das Schlachtfeld mit seinen hundert Söhnen. Ein Kampf folgte, aus dem Vishwamitra als Verlierer hervorging. Er entschloss sich Vashishta ebenbürtig durch Gebete und Buße zu werden.

 

Während er in Buße verweilte, füllte er die Verbindung zu einem bestimmten Prinzen, der zwölf Jahre von seinem Vater verbannt worden war, weil er versucht hatte, eine Frau mit göttlicher Tugend zu schänden. Während dieses Exils lebte der Prinz mit Vishwamitra und kümmerte sich um ihn. Einmal während eines fürchterlichen Sturms, war der Prinz in einer Schweigefasten, und der Weise selbst im Gebet versunken. Kamadhenu, die Kuh, kam vorbei. Ihr Verlangen war so groß, dass sie die magische Kuh überwältigten und sie töteten. Vashistha war angewidert und gab dem Prinzen den Namen Trisankhu, was heißt schuldig durch drei Sünden. Die Sünde, warum er im Exil war, die Sünde des Bruchs einer erklärten Buße und die Sünde eine Kuh zu töten.

 

Vishwamitra vereinbarte ihm seinen Segen zu geben und fragte um Aufnahme in das Himmelreich. Vishwamitra räumte sich selbst diese Bitte ein, da er ein Rishi durch seine starken Entbehrungen geworden war, aber Vashistha stimmte nicht ein. Während die zwei lange diskutierten, wurde der arme Trishanku im Nichts gelassen, nicht ein Prinz, noch einer Weiser, keine Erlaubnis den Himmel zu betreten. Irgendwann versöhnte Brahma die zwei Rishis, indem er ihnen erklärte, wie jeder seine Sicht der Dinge durch inbrünstige Buße erreicht hatte, und beide könnten in der kosmischen Ordnung leben. Vishwamitra war RamasGuru als er nach Swayamvar ging, dass Raja Janak für seine Tochter Sita arrangierte. In einem ihrer Kämpfe, verfluchten sie einander und wurden Vögel, die einander die Augen auspickten und Federn ausrissen. Brahma intervenierte und zwang beide sich als ebenbürtig zu akzeptieren.