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Sri Ramakrishna – Mystiker und spiritueller Meister Indiens

Kurzüberblick

Sri Ramakrishna (1836–1886) war einer der bedeutendsten spirituellen Meister Indiens des 19. Jahrhunderts. Er steht für eine gelebte, erfahrungsbasierte Spiritualität und gilt als zentrale Figur der Bhakti- und Vedanta-Tradition.



Sri Ramakrishna in meditativer Haltung am Flussufer.

Sri Ramakrishna

Herkunft und Leben

Sri Ramakrishna wurde als Gadadhar Chattopadhyay in Kamarpukur (Bengalen) geboren. Er wirkte als Priester am Kali-Tempel von Dakshineswar bei Kalkutta. Sein Leben war geprägt von intensiven spirituellen Erfahrungen und tiefer Gotteshingabe. Er verstarb 1886 in Kalkutta.

Zentrale Lehre

Die Lehre Ramakrishnas war nicht theoretisch, sondern unmittelbar erfahrungsbezogen:

direkte Gotteserfahrung als Ziel

Bhakti (Hingabe) als natürlicher Weg

Vedanta als geistige Erkenntnis

Einheit aller Religionen

Er betonte, dass verschiedene religiöse Wege zum selben göttlichen Ziel führen.


Bedeutung für Indien und den Westen

Ramakrishna selbst trat kaum öffentlich auf. Seine Lehre wurde durch seine Schüler verbreitet, vor allem durch Swami Vivekananda, der sie in Indien und im Westen bekannt machte. Dadurch wurde Ramakrishna zur geistigen Quelle einer weltweiten spirituellen Bewegung.

Spirituelle Orte

Der wichtigste mit Ramakrishna verbundene Ort ist der Kali-Tempel von Dakshineswar. Weitere zentrale Orte sind Kamarpukur (Geburtsort) und Belur Math, das spätere Zentrum der Ramakrishna-Bewegung.

Einordnung im Hinduismus

Sri Ramakrishna gilt nicht als Philosoph im akademischen Sinn, sondern als Mystiker und Heiliger. Für viele Anhänger wird er als Gottverwirklichter verehrt, jedoch ohne formalen Personenkult.

Warum Sri Ramakrishna heute relevant ist

gelebte Spiritualität statt Dogma

religiöse Toleranz und Einheit

Brücke zwischen Bhakti und Vedanta

zeitlose Relevanz in einer pluralen Welt