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Adi Shankara – Advaita Vedanta und Weg zur Erkenntnis

Adi Shankara war einer der einflussreichsten Philosophen Indiens. Er lebte vermutlich im 8. Jahrhundert und prägte die Lehre des Advaita Vedanta. Diese Philosophie betont die Nicht-Dualität von individueller Seele und absoluter Wirklichkeit. Shankara systematisierte vedische Texte und kommentierte die Upanishaden, die Bhagavad Gita und die Brahma-Sutras. Sein Ziel war die philosophische Klärung spiritueller Erkenntnis. Er betonte Wissen und Erkenntnis als Weg zur Befreiung. Durch Reisen und Lehrtätigkeit verbreitete er seine Lehre über weite Teile des Subkontinents. Ihm werden die Gründung mehrerer Klosterzentren zugeschrieben. Sein Denken prägt bis heute Philosophie und Spiritualität in Indien. Adi Shankara gilt als zentrale Figur der hinduistischen Geistesgeschichte.

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Adi Shankara, Begründer des Advaita Vedanta: Philosophie der Nicht-Dualität, Erkenntnis von Atman und Brahman und Bedeutung für den Hinduismus.

Adi Shankara (Adi Shankaracharya) war einer der bedeutendsten indischen Philosophen und spirituellen Lehrer.

Kurzprofil

  • Lebenszeit: ca. 788–820 n. Chr. (traditionelle Datierung)

  • Herkunft: Kaladi, Kerala (Südindien)

  • Tradition: Advaita Vedanta

  • Rolle: Philosoph, Reformator, Mönch (Sannyasin)

Zentrale Lehre

  • Advaita = Nicht-Dualität

  • Atman (individuelles Selbst) = Brahman (absolute Wirklichkeit)

  • Die Welt ist Maya (Erscheinung), nicht absolut real

  • Befreiung (Moksha) durch Erkenntnis (Jnana), nicht durch Rituale allein

Wichtigste Leistungen

  • Systematisierung des Vedanta

  • Kommentare (Bhashyas) zu:

    • Upanishaden

    • Bhagavad Gita

    • Brahma Sutras

  • Wiederbelebung des Sannyasa-Ordens

Vier Hauptklöster (Mathas)

  • Sringeri (Süden)

  • Dvaraka (Westen)

  • Puri (Osten)

  • Badrinath/Jyotirmath (Norden)

Diese sichern die Weitergabe der Lehre bis heute.

Beziehung zu Shiva

  • Shankara gilt als Inkarnation Shivas in vielen Traditionen

  • Verehrte Shiva stark, obwohl seine Philosophie strikt nicht-dual ist

Adi Shankara vereinte tiefe Philosophie, Mystik und Disziplin und prägte das hinduistische Denken bis heute.


Warum Adi Shankara bis heute zentral ist
Adi Shankara war derjenige, der dem Hinduismus in einer Zeit der Zersplitterung eine klare philosophische Grundlage gab. Ohne ihn gäbe es kein systematisches Advaita Vedanta.

Seine Kernbotschaft (in einem Satz)

Brahman allein ist real. Die Welt erscheint. Das individuelle Ich ist nicht getrennt vom Absoluten.

Was daran wichtig ist

  • Befreiung (Moksha) geschieht nicht durch Rituale, sondern durch Erkenntnis.

  • Rituale, Puja und Bhakti sind Vorbereitung, nicht das Ziel.

  • Unwissenheit (Avidya) ist die Ursache von Leid, nicht Schuld oder Sünde.

Shankaras Brücke zwischen GegensätzenDas Entscheidende für viele Menschen (auch heute):

  • Er lehnte Puja nicht ab, obwohl er Jnana lehrte.

  • Er verehrte Shiva, obwohl er lehrte, dass Brahman formlos ist.→ Form und Formlosigkeit widersprechen sich nicht, sie dienen unterschiedlichen Bewusstseinsebenen.

Shiva in Shankaras Verständnis

  • Shiva = reines Bewusstsein

  • Shakti = dynamische Kraft

  • Nicht zwei Prinzipien, sondern eine WirklichkeitDas erklärt, warum Advaita und Shakti-Traditionen sich nicht ausschließen.

Warum er Klöster gründete

  • Schutz vor Wissensverlust

  • Sicherung der mündlichen Überlieferung

  • Einheit des Landes durch geistige Zentren

Warum das heute noch relevant ist

  • Advaita spricht Menschen an, die:

    • nicht dogmatisch glauben wollen

    • Spiritualität erkennen, nicht nur praktizieren wollen

  • Shankara zeigt:

    • Puja → Reinigung

    • Meditation → Sammlung

    • Erkenntnis → Befreiung

Adi Shankara steht für die Erkenntnis, dass Shiva nicht angebetet werden muss, um erkannt zu werden, und doch angebetet werden darf. Er verband Ritual, Hingabe und höchste Erkenntnis zu einem einzigen Weg.