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Lakshmi ist die hinduistische Göttin des Glücks

Lakshmi ist die hinduistische Göttin des Glücks, des Wohlstands und der Harmonie. Sie steht für materielle und geistige Fülle gleichermaßen. Als Shakti und Gemahlin Vishnus verkörpert sie die erhaltende Kraft des Universums. Lakshmi wird mit Schönheit, Fruchtbarkeit und Gesundheit verbunden. Sie erscheint häufig auf einer Lotusblüte als Symbol von Reinheit und Vollkommenheit. Ihre Verehrung richtet sich auf nachhaltigen Wohlstand und innere Ausgeglichenheit. Besonders Kaufleute und Familien bitten sie um Segen. Lakshmi spielt eine zentrale Rolle im Vishnuismus.

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Darstellung der Göttin Lakshmi auf einer geöffneten Lotusblüte stehend. Lakshmi trägt ein rotes und goldenes Gewand, reich geschmückt mit Schmuck und Krone, und hält Lotusblumen sowie eine segnende Geste, aus der Goldmünzen fließen. Zwei Elefanten gießen Wasser über sie, ein klassisches Motiv der Gajalakshmi. Die friedliche Wasser- und Blumenlandschaft symbolisiert Glück, Wohlstand, Reinheit, Fülle und harmonische Erneuerung.

Lakshmi ist die hinduistische Göttin

Lakshmi ist die hinduistische Göttin des Glücks, des Wohlstands, der Schönheit, der Fruchtbarkeit und der Harmonie. Sie steht nicht nur für materiellen Reichtum, sondern ebenso für geistiges Wohlbefinden, Fülle, Gesundheit und innere Ausgeglichenheit. Lakshmi gilt als die Shakti Vishnus, also als seine erhaltende göttliche Kraft, und ist seine Gemahlin. In vielen Traditionen wird sie als gütige, gnädige und wohlwollende Göttin verehrt, die Schutz spendet und Segen bringt.

Für die Srivaishnavas nimmt Lakshmi eine besondere Rolle ein: Sie fungiert als Vermittlerin zwischen Vishnu und den Menschen und hält Fürsprache für ihre Verehrer. In einigen Texten, etwa den Pancatantras, steht Lakshmi sogar über Vishnu und gilt als eigentliche Lenkerin der Schöpfung, deren Willen der Gott folgt. Sie wird durchweg mit positiven Eigenschaften verbunden und verkörpert Glück, Ansehen, Würde und Lebensfülle.

Lakshmi in den Veden

Bereits in den Veden erscheint Lakshmi, dort jedoch noch weniger als personale Göttin, sondern als abstraktes Prinzip von Glück, Erfolg und königlicher Autorität. Sie wird als Trägerin von Macht, Würde und Herrschaft beschrieben und ist eng mit dem Schicksal von Königen verbunden. Häufig wechselt sie ihre Gunst, wodurch Herrscher Aufstieg oder Niedergang erfahren. In vedischer Zeit wurde sie verschiedenen Göttern zugeordnet, besonders Indra, dessen Königswürde ohne Lakshmi als unvollständig galt. Ihre Nähe brachte Fruchtbarkeit und Regen, ihr Fortgang Verlust und Verfall.

Mythologie

In der klassischen Mythologie entsteigt Lakshmi dem Milchozean, als dieser von Göttern und Dämonen auf der Suche nach dem Unsterblichkeitstrank Amrita aufgewühlt wird. Sie erscheint auf einer Lotusblüte und wählt Vishnu zu ihrem Gemahl. Diese Szene symbolisiert Reinheit, Erleuchtung und kosmische Ordnung. Lakshmi gilt als unstet: Sie verweilt nicht dort, wo Gier, Zwang oder Unrecht herrschen. Wer versucht, sie festzuhalten, verliert sie sofort – ein zentrales Motiv vieler Erzählungen.

Darstellung und Symbolik

Lakshmi wird meist auf einer Lotusblüte stehend oder sitzend dargestellt, oft mit vier Armen. In zwei Händen hält sie Lotusblumen, die Reinheit und Vollkommenheit symbolisieren. Die anderen Hände zeigen Segens- und Gabenmudras, aus denen häufig Goldmünzen fließen. Ihre Haut ist meist golden oder rötlich, ihr Ausdruck freundlich und ruhig. Besonders bekannt ist die Form Gajalakshmi, bei der sie von zwei Elefanten flankiert wird, die Wasser über sie gießen – ein starkes Symbol für Glück, Fruchtbarkeit und königlichen Segen.

An der Seite Vishnus erscheint sie meist kleiner, mit zwei Armen, oft in zärtlicher, harmonischer Haltung. Allein dargestellt verkörpert sie Überfluss, Ordnung und spirituelle wie materielle Fülle. In ihrer Form als Mahalakshmi kann sie auch als mächtiger Aspekt der Durga erscheinen.

Weitere Namen und Inkarnationen

Lakshmi ist unter vielen Namen bekannt, darunter Shri, Kamala, Padma, Bhudevi oder Vaishnavi. Bei den Inkarnationen Vishnus erscheint sie jeweils an seiner Seite: als Sita bei Rama, als Radha oder Rukmini bei Krishna. Diese ständige Begleitung betont ihre Rolle als untrennbare Kraft der Erhaltung.

Verehrung und Feste

Lakshmi wird besonders während des Diwali-Festes verehrt, dessen dritter Tag ihr geweiht ist. Häuser werden hell erleuchtet, um die Göttin willkommen zu heißen, denn sie bringt Glück und Wohlstand nur dorthin, wo Licht, Ordnung und Reinheit herrschen. Besonders Händler und Kaufleute verehren Lakshmi als Schutzgöttin ihres Erfolgs. Ihr heiliger Tag ist der Donnerstag, an dem vor allem verheiratete Frauen Gebete und Opfer darbringen.

Lakshmi steht damit für nachhaltigen Wohlstand, Harmonie und die Einsicht, dass wahre Fülle nicht allein im Besitz, sondern im Gleichgewicht von Materiellem und Geistigem liegt.