Dharma
Kurz erklärt: Dharma bedeutet Ordnung, Verantwortung und der richtige Weg im Leben. Es ist das Prinzip, das das Universum zusammenhält – und zugleich der individuelle Weg jedes Menschen.
Einfach erklärt
Im Hinduismus ist Dharma kein starres Gesetz und kein moralischer Zeigefinger. Es beschreibt, was einer Situation, einem Menschen und einem Lebensabschnitt angemessen ist. Dharma verändert sich mit Zeit, Rolle und Lebensphase.
Wichtige Punkte:
Dharma ist nicht für alle gleich
Es berücksichtigt Alter, Aufgabe und Umfeld
Dharma verbindet Pflicht mit Mitgefühl
Es geht um Stimmigkeit, nicht um Gehorsam
Persönliches und universelles Dharma: Es gibt ein universelles Dharma, das für alle gilt – Wahrhaftigkeit, Gewaltlosigkeit, Mitgefühl. Daneben gibt es das persönliche Dharma: das, was du in deinem Leben zu erfüllen hast. Was für den einen richtig ist, kann für den anderen falsch sein.
Dharma und Karma: Dharma beschreibt den richtigen Handlungsspielraum. Karma beschreibt die Wirkung der Handlung. Wer im Einklang mit seinem Dharma handelt, schafft Klarheit – innerlich und äußerlich.
Häufiger Irrtum: „Dharma heißt blinder Pflichtgehorsam.“→ Falsch. Dharma verlangt Bewusstsein, nicht Unterordnung.
Spirituelle Bedeutung: Dharma hilft, das eigene Leben nicht gegen sich selbst zu führen. Es bringt Richtung ohne Zwang und Halt ohne Enge.
Kurz gesagt: Dharma ist nicht das, was man muss. Dharma ist das, was jetzt stimmig ist.
