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Hanuman - der Affengott

Hanuman ist eine zentrale Gottheit des Hinduismus und erscheint in der Gestalt eines Affen. Er steht für Stärke, Mut, Hingabe und selbstlosen Dienst. Hanuman ist eng mit dem Gott Rama verbunden und spielt im Epos Ramayana eine entscheidende Rolle. Er gilt als Sohn des Windgottes Vayu und besitzt außergewöhnliche Kräfte. Trotz seiner Macht handelt er stets bescheiden und pflichtbewusst. Hanuman verkörpert ideale Loyalität und unerschütterliche Treue. Seine Mythen verbinden körperliche Stärke mit geistiger Disziplin. Er wird in ganz Indien verehrt. Hanuman gilt als Beschützer und Helfer in schwierigen Situationen.

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Hanuman steht kraftvoll auf felsigem Untergrund, trägt traditionelle Gewänder und Schmuck und hält eine Keule sowie einen Berg mit Heilpflanzen. In seiner geöffneten Brust sind Rama und Sita sichtbar als Symbol absoluter Hingabe. Die Szenerie mit Wasserfällen und Natur betont Stärke, Loyalität und göttliche Kraft im Ramayana.

Hanuman

Hanuman ist eine der bekanntesten und beliebtesten Gottheiten des Hinduismus. Er erscheint in der Gestalt eines Affen und steht für Kraft, Mut, Hingabe und selbstlosen Dienst. In den meisten Überlieferungen ist Hanuman der Sohn der Apsara Anjana und des Windgottes Vayu; nach anderen Legenden gilt er als Sohn Shivas. Seine zentrale Rolle spielt er im Epos Ramayana, wo er als treuer Helfer und Diener des Gottes Rama auftritt. Bis heute zählt Hanuman zu den meistverehrten hinduistischen Gottheiten.

Der Name Hanuman stammt aus dem Sanskrit und bedeutet wörtlich „der mit dem kräftigen Kiefer“. Eine bekannte Legende erzählt, dass Hanuman sich als Kind beim Versuch, die Sonne zu fangen, den Kiefer verletzte. Eine alternative Deutung führt den Namen auf einen dravidischen Ausdruck für „männlicher Affe“ zurück. In der Forschungsliteratur erscheinen auch die Formen Hanumat oder Hanumant.

Hanuman trägt zahlreiche Beinamen, die seine Eigenschaften widerspiegeln. Überregional bekannt ist Balaji („der Mächtige“). Weitere Namen sind Mahavir („großer Held“), Bajrang Bali („der von diamantener Kraft“), Maruti („Sohn des Windes“) und Anjaneya („Sohn der Anjana“). Diese Vielfalt zeigt seine große regionale Bedeutung in ganz Indien.

Kräfte und Eigenschaften

Hanuman besitzt zahlreiche Siddhis, also übernatürliche Fähigkeiten. Er ist schnell wie der Wind, kann fliegen, seine Größe verändern und enorme Lasten tragen. Mythen beschreiben ihn als stark genug, Berge auszureißen und mit donnernder Stimme zu sprechen. Trotz dieser Kräfte gilt Hanuman als gutmütig, bescheiden und manchmal sogar etwas tollpatschig. Erst durch Belehrung erkennt er seine Verantwortung im Umgang mit seiner Macht.

Nach ihm sind die Hanuman-Languren benannt, die in Indien als heilig gelten. Sie werden vielerorts geschützt und von Tempelbesuchern gefüttert.

Hanuman im Ramayana

Im Ramayana ist Hanuman der General des Affenheeres von König Sugriva und der wichtigste Verbündete Ramas. Er verkörpert absolute Loyalität, Hingabe und selbstlosen Dienst. Als Ramas Gemahlin Sita vom Dämon Ravana entführt wird, ist Hanuman der Erste, der ihren Aufenthaltsort auf Lanka findet. Berühmt ist sein gewaltiger Sprung über das Meer nach Lanka sowie seine Tat, die Stadt in Brand zu setzen, nachdem sein Schwanz angezündet wurde.

Im Krieg gegen Ravana bringt Hanuman zudem einen ganzen Berg aus dem Himalaya herbei, um Verwundete mit Heilkräutern zu retten. Als Dank verleiht Rama ihm Unsterblichkeit. Hanuman entscheidet sich daraufhin, für immer an Ramas Seite zu bleiben. Er gilt als Idealbild des Dieners: stark, klug, sanft und vollkommen loyal.

Verehrung und Darstellung

In nahezu jedem Rama-Tempel findet sich auch eine Statue Hanumans. Sein wichtigstes Fest ist Hanuman Jayanti, sein Geburtstag, der im März oder April gefeiert wird. Gläubige verehren ihn mit rotem Pulver (Sindur), Blüten und dem Rezitieren der Hanuman Chalisa.

Ikonografisch wird Hanuman meist mit Affengesicht, muskulösem Körper und langem Schwanz dargestellt. Häufig trägt er eine Keule (Gada) oder einen Berg. Beliebt sind Darstellungen, in denen er sein Herz öffnet und darin Rama und Sita zeigt – ein starkes Symbol seiner absoluten Hingabe. In selteneren Darstellungen erscheint Hanuman mit mehreren Armen oder Köpfen, die seine kosmische Kraft verdeutlichen.

Hanuman steht bis heute für Mut, Treue, Selbstdisziplin und den Sieg über innere und äußere Hindernisse.

Darstellung des Gottes Hanuman

Languren (auch Hulmans) und Haumanns sind eine Gruppe von heiligen indischen Affen, die als Verkörperung des Gottes Hanuman gelten und sich durch schlanke Körper, lange Schwänze und oft schwarze Gesichter mit dunklen Händen/Füßen auszeichnen; die Gattung der Hanuman-Languren umfasst mehrere Arten, die in Indien weit verbreitet sind und als Kulturfolger auch in Städten leben, während der Begriff "Haumann" oft synonym für diese heiligen Languren verwendet wird.