Ratha Saptami
Ratha Saptami ist das Fest des aufsteigenden Lichts und der inneren Erneuerung. Der Sonnengott Surya wird als Quelle von Leben, Klarheit und Bewusstsein verehrt. Dieser Tag steht für Bewegung, Wandel und spirituellen Aufbruch. Rituale im ersten Licht des Morgens erinnern daran, dass Erkenntnis mit dem Erwachen beginnt. Ratha Saptami lädt dazu ein, Altes hinter sich zu lassen und dem inneren Licht zu folgen. Ein stilles, kraftvolles Fest voller Symbolik.
Falls dein innerer Sonnenwagen heute noch im Nebel steht, kein Problem – Surya fährt trotzdem weiter. Du darfst ihm später folgen oder entspannt zum nächsten Thema wechseln.
Ratha Saptami
Bedeutung und Zeitpunkt des Festes
Ratha Saptami fällt auf den siebten Tag des Monats Margasirsha (Dezember/Januar). In den frühen Morgenstunden verehrt man die Sonne und rezitiert die Surya Sahasranama, die tausend Namen des Sonnengottes. Gute Taten, die an diesem Tag vollbracht werden, führen zu besonders reichhaltigen Ergebnissen.
Spirituelle Wirkung von Ratha Saptami
Es heißt, dass Priester, die an diesem Tag fasten und Gott verehren, zu himmlischen Wesen werden. Kshatriyas, die Angehörigen der Kriegerkaste, werden zu Brahmanen. Vaishyas, die Kaufleute, werden zu Kshatriyas, und Shudras, Menschen aus der Dienerkaste, werden zu Vaishyas.
Diese Aussagen verdeutlichen die außergewöhnliche spirituelle Kraft dieses Tages, an dem innere Wandlung und Erhebung möglich sind.
Fasten, Reinigung und Vergebung
Fasten Frauen an Ratha Saptami, erlangen sie Erkenntnis und erwerben Tugendhaftigkeit. Witwen sollen von der nächsten Geburt an vom Witwenstand befreit sein, wenn sie an diesem Tag fasten. Selbst schwere Vergehen können durch die Kraft des Fastens an diesem Tag gesühnt werden.
Wer bei Sonnenaufgang ein Bad nimmt, wird rein wie Mutter Ganga, der heilige Fluss Indiens. Es heißt, dass eine solche Person niemals mehr arm werden kann.
Der spirituelle Weg an diesem Tag
An Ratha Saptami wird empfohlen zu fasten, Schweigen zu halten und sich an einen einsamen Ort zurückzuziehen. Man rezitiert Mantras und meditiert intensiv mit Glauben und Hingabe. Nach der Überlieferung ist es möglich, an diesem Tag sogar Gottverwirklichung zu erlangen.
