Zum Hauptinhalt springen

Ganesha der bekannteste und beliebteste Gott

Ganesha ist eine der bekanntesten und beliebtesten Gottheiten des Hinduismus. Er gilt als Gott der Anfänge, der Weisheit und des Erfolgs. Ganesha entfernt Hindernisse, kann sie aber auch bewusst setzen, wenn dies notwendig ist. Er ist der Sohn von Shiva und Parvati und wird vor wichtigen Vorhaben angerufen. Jede Puja beginnt traditionell mit einem Gebet an ihn. Ganesha ist Schutzgott des Handels, der Bildung und der Künste. Seine Verehrung ist in ganz Indien verbreitet. Auch außerhalb Indiens genießt er große Popularität. Er steht für Klugheit, Gelassenheit und einen guten Start.

Erst Ganesha fragen, dann loslegen – mehr im Artikel oder direkt weiter.

Darstellung des Gottes Ganesha auf seinem Reittier, der Ratte. Ganesha erscheint mit Elefantenkopf, mehreren Armen und typischen Attributen wie Lotus, Süßigkeiten und Segensgeste. Die reich geschmückte Ratte symbolisiert das Überwinden selbst kleinster Hindernisse. Die blühende Tempel- und Naturlandschaft unterstreicht Ganeshas Rolle als Gott der Anfänge, des Glücks und des Erfolgs.

Ganesha

Ganesha ist eine der beliebtesten und am weitesten verbreiteten Gottheiten des Hinduismus. Er gilt als Gott der Anfänge, der Weisheit und des Erfolgs sowie als Beseitiger und zugleich Setzer von Hindernissen. Zu seinen wichtigsten Namen zählen Ganapati („Gebieter der Scharen“), Vinayaka („Entferner der Hindernisse“), Vighnesha („Herr der Hindernisse“), Ekadanta („Der mit dem einen Stoßzahn“) und Siddhita („Spender des Erfolgs“). Ganesha ist der Sohn von Shiva und Parvati und verkörpert gemeinsam mit ihnen das Idealbild einer hinduistischen Familie. Er wird nicht nur im Hinduismus, sondern auch im Buddhismus und Jainismus verehrt und besitzt eine außergewöhnlich hohe Popularität auch außerhalb Indiens.

Ganesha steht für Glück, Gelingen und einen guten Anfang. Deshalb beginnt jede Puja traditionell mit einem Gebet an ihn. Er wird angerufen vor Reisen, Prüfungen, Hochzeiten, Geschäftsgründungen, Hausbau oder beim Start eines neuen Tages. Besonders Kaufleute verehren ihn als Schutzgott des Handels, weshalb sich seine Darstellungen in vielen Geschäften, Häusern und auf Hochzeitseinladungen finden. Er gilt als freundlich, humorvoll, klug, verspielt und zugänglich – ein Gott mit sehr menschlichen Zügen.

Ikonografisch wird Ganesha meist als beleibter Gott mit Elefantenkopf und menschlichem Körper dargestellt, oft mit roter Hautfarbe und nur einem Stoßzahn. Seine großen Ohren symbolisieren Aufmerksamkeit, seine kleinen Augen Konzentration. Der runde Bauch steht für Wohlstand und die Fähigkeit, alle Erfahrungen des Lebens zu „verdauen“. Sein Reittier ist eine Maus oder Ratte, die für Intelligenz, Beweglichkeit und das Überwinden selbst kleinster Hindernisse steht. Philosophisch wird dies als Kontrolle über das Ego gedeutet.

Ganesha besitzt zwei oder mehrere Arme, in denen er verschiedene Attribute hält: Lotus (Reinheit und Weisheit), Buch und Gebetskette (Wissen), Axt oder Seil (Durchtrennen von Bindungen) sowie eine Keule als Schutzsymbol. Seine Handgesten versprechen Schutz und Gnade. Häufig stehen vor ihm Laddus, süße Opfergaben, die sowohl seine Liebe zum Essen als auch die Belohnung spiritueller Bemühungen symbolisieren.

Ursprung und Legenden

Die Puranas überliefern zahlreiche Entstehungslegenden. Die bekannteste berichtet, dass Parvati Ganesha in Abwesenheit Shivas aus eigener Kraft erschuf und ihn als Wächter einsetzte. Als Shiva zurückkehrte und ihm der Zugang verwehrt wurde, schlug er Ganesha im Zorn den Kopf ab. Um Parvatis Zorn zu besänftigen, ersetzte Shiva den Kopf durch den eines Elefanten und erweckte ihn neu zum Leben. Dadurch wurde Ganesha auch offiziell zum Sohn Shivas.

Andere Mythen schreiben seine Erschaffung allein Shiva oder sogar Vishnu zu. Die Vielzahl der Versionen zeigt seine große Bedeutung in unterschiedlichen religiösen Traditionen.

Weisheit, Einfallsreichtum und Humor

Viele Geschichten betonen Ganeshas Klugheit. Berühmt ist der Wettstreit mit seinem Bruder Karttikeya, bei dem Ganesha die Welt nicht physisch umrundet, sondern symbolisch seine Eltern umkreist – da sie für ihn das gesamte Universum darstellen. So gewinnt er durch Einsicht statt Geschwindigkeit.

Zahlreiche Legenden erklären auch den Verlust seines Stoßzahns: als Waffe gegen Dämonen, als Schreibgriffel für das Mahabharata, im Kampf mit Parashurama oder aus Zorn über den Mondgott. Gemeinsam ist allen Erzählungen die Verbindung von Opfer, Weisheit und Selbstkontrolle.

Symbolik und Bedeutung

Die Mischgestalt aus Mensch und Elefant steht für die Verbindung von Mikro- und Makrokosmos. Der Elefant gilt als Träger des Alls, Wächter und Glückssymbol. Ganesha vereint uralte Naturgottheiten, Fruchtbarkeitssymbole und philosophische Konzepte. Historisch ist er einer der jüngsten großen Götter des Hinduismus und erst ab etwa dem 5. Jahrhundert n. Chr. eindeutig nachweisbar.

Verehrung und Feste

Das wichtigste Fest zu Ehren Ganeshas ist Ganesh Chaturthi, das zwischen August und September gefeiert wird. Besonders in Mumbai werden riesige Tonstatuen aufgestellt, mehrere Tage verehrt und anschließend in feierlichen Prozessionen ins Wasser versenkt. Dies symbolisiert den Kreislauf von Entstehen und Auflösung.

Ganesha gilt für viele Gläubige als Verkörperung des formlosen Höchsten (Brahman), für andere als dessen wichtigste Manifestation am Beginn aller Dinge. Er steht für Weisheit, Erfolg, Neubeginn und die Fähigkeit, Hindernisse in Chancen zu verwandeln.